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DIE AUTOMOBILINDUSTRIE IN DER TÜRKEI

Die Automobilindustrie unterlag seit ihren Anfängen in den frühen 60er Jahren einem ständigen Aufwärtstrend und einer stetigen Weiterentwicklung, so dass sich der Sektor von auf Montage basierten Partnerschaften zu einem eigenständigen Industriezweig mit eigener Forschung und Entwicklung und starken Produktionskapazitäten entwickelt hat.

In den Jahren 2000 bis 2016 investierten Erstausrüster mehr als 14 Milliarden US-Dollar in Betriebe in der Türkei. So konnten Produktionskapazitäten erheblich erweitert werden und die Türkei konnte sich zu einem wichtigen Akteur der globalen Wertschöpfungskette internationaler Erstausrüster entwickeln.

Folgende Zahlen und Fakten beschreiben die Entwicklung des Sektors:

•    Ende des Jahres 2016 lag der türkische Automobilsektor auf Platz 14 der größten Automobilhersteller der Welt und auf Platz 5 in Europa
 

•    Die Fahrzeugproduktion der 13 globalen Erstausrüster in der Türkei stieg von 374.000 im Jahr 2002 auf mehr als 1,5 Millionen Einheiten im Jahr 2016, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10% entspricht
 

•    Steigerung der Fahrzeugproduktion der 13 globalen Erstausrüster in der Türkei in der Zeit von 2002 bis 2016 um jährlich durchschnittlich 10%
 

•    Besondere Bedeutung kommt der Produktion von Nutzfahrzeugen zu. Die Türkei lag am Ende des Jahres 2016 hier auf Platz 1 von leichten Nutzfahrzeugen in Europa
 

•    Die Türkei war im Jahr 2016 mit über 645.000 exportierten Fahrzeugen der größte Fahrzeugexporteur in den europäischen Markt.
 

•    Immer mehr Automobilhersteller wählen die Türkei als Produktionsstandort für ihre Exportgeschäfte; im Jahr 2016 waren rund 77% der Produktion in der Türkei für ausländische Märkte bestimmt
 

•    Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien sind die wichtigsten Exportkunden der türkischen Automobilindustrie
 

•    Die durchschnittlichen jährlichen Verkaufszahlen im Automobilmarkt stiegen von 360.000 zu Beginn der 2000er Jahre auf 1.000.000 im Jahr 2016.

Global führende Unternehmen haben Produktionsstandorte in der Türkei mit Produktentwicklung, Design und Konstruktion

•    Die drei größten, in der Türkei ansässigen, Hersteller sind Ford Otosan (Gemeinschaftsunternehmen Ford/Koç-Gruppe), Tofas (Gemeinschaftsunternehmen Fiat/ Koç-Gruppe) und Oyak Renault (Gemeinschaftsunternehmen Renault/Oyak-Gruppe)  
 

•    Auch Daimler, AVL, Segula u.a. sind in der Türkei engagiert
 

•    Das F%E-Zentrum von Ford Otosan ist eines der drei größten globalen F&E-Zentren von Ford
 

•    Das Fiat F&E-Zentrum in Bursa ist das einzige Zentrum des italienischen Automobilherstellers außerhalb seines Heimatlandes
 

•    Die AVL ist seit 2008 mit einer Ingenieursgruppe von 130 in der Türkei vertreten und hat mittlerweile im Juni 2016 sein 2. F&E-Zentrum nach einer Investition von 2 MIO TRY in Istanbul eröffnet
 

•    Für 2018 hat der Geschäftsführer der AVL Türkei, Umut Genc, die ersten einheimischen Prototypen von Elektro-Hybrid Fahrzeugen und für 2020 von autonom fahrenden Fahrzeugen angekündigt.

 

Die türkische Automobilindustrie ist hoch effizient und wettbewerbsfähig und erfüllt bzw. übertrifft internationale Qualitäts- und Sicherheitsstandards. 

Folgende Faktoren machen die Automobilindustrie u.a. wettbewerbsfähig:

•    Niedriges Lohnniveau

•    Vergleichsweise niedrige Energiekosten

•    Hohe Verfügbarkeit von Fachkräften

•    Junge und flexible Arbeitskräfte

 

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und auszubauen investiert die Automobilindustrie der Türkei nachhaltig in die Entwicklung neuer Technologien. Zum Ende des Jahres 2016 zählte die türkische Automobilindustrie 84 F&E-Zentren unter den Automobilherstellern und Zulieferbetrieben.

 

Im Hintergrund der großen Hersteller arbeitet eine breit aufgestellte Zulieferindustrie. Rund 1100 Zulieferer unterstützen die Produktion von Erstausrüstern. Mehr als 250 global tätige Zulieferer haben einen ihrer Produktionsstandorte in der Türkei; 28 dieser Zulieferer gehören zu den 50 weltweit größten Lieferanten.

Die Zulieferindustrie der Türkei deckt in der Hauptsache folgende Produktgruppen ab:

•    Komplette Motoren und deren Ersatzteilen

•    Kühler

•    Heizung-, Lüftungs-und Klimaanlagen (HVAC-Systeme)

•    Bremssysteme und Komponenten.

•    Federungssysteme und Zubehör

•    Kautschuk und Gummi-Teile

•    Schmiede und Gussteile

•    Batterie

•    Sitze

•    Simulation Services

•    Heizung und Kühlsysteme

•    Antriebssysteme

•    Hydraulische und pneumatische Komponenten

•    Sicherheitsteile

•    Fahrgestelle und Komponenten

•    Elektrische Teile und Beleuchtungssysteme

•    Auto Glas

•    Design und Engineering-Dienstleistungen

•    Sonderfahrzeug-Produktion



Die Zulieferindustrie der Türkei ist mit seinen Unternehmen in der Lage, sämtliche globalen Normen und Vorschriften zu erfüllen. Auch die Zulieferindustrie war und ist seit Jahren für eine stetig zunehmende Zahl ausländischer Investitionen attraktiv.

Viele namhafte, ausländische Unternehmen wie Bosch, Bridgestone, Pirelli, Delphi, Goodyear, Autoliv, Componenta, Yazaki, Federal Mogul, Gestam, Hayes Lemmerz, Johnson Controls, Aunde, Gqates und Toyota Boshoku unterhalten Produktionsstätten in der Türkei.

 

Trotz der erheblichen Wachstumsraten des Sektors in der Türkei liegt die Marktdurchdringung für Automobile mit 165 Autos pro 1.000 Einwohner erheblich unter dem europäischen Durchschnitt von 500. Hieraus ergeben sich für die Automobilindustrie in der Türkei sowie für ausländische Investoren erhebliche Chancen und Potenziale.

 
MARKTDATEN - DIE MASCHINENBAUINDUSTRIE IN DER TÜRKEI

Entsprechend der Zahlen zum BIP für das Jahr 2014 belegt die Türkei Platz 18 unter den Volkswirtschaften der Welt und Platz 7 in Europa. Im Zeitraum von 2012-2014 wuchs die Wirtschaft mit einer durchschnit-tlichen, jährlichen Wachstumsrate von 4,7 %.

 

Die absoluten Werte des BIP stiegen zwischen 2003 und 2014 um 305 Milliarden Dollar auf 800 Milliarden Dollar wobei sich das BIP pro Kopf von 4.565 USD auf 10.404 USD erhöhte.

Total Export und Import der Türkei

Das Export Niveau, welches im Jahr 2005 bei 73 Milliarden Dollar lag, stieg bis Ende 2015 auf 144 Milliarden Dollar.

 

Die Maschinenbauindustrie -  der wachsende Sektor der türkischen Wirtschaft:

Die Produktion in der türkischen Maschinenbauindustrie hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt.

Die türkische Maschinenbauindustrie erhöhte ihren Anteil an der türkischen Gesamtwirtschaft sowie am Export. Der Anteil des Maschinenbausektors am Gesamtexport der Türkei beträgt 9,3% und ist damit der zweitstärkste Bereich. Die Türkei exportiert in mehr als 200 Länder (einschließlich der Freihandelszone).

Mit einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate von 15% in den letzten 5 Jahren, liegt die türkische Maschinenbauindustrie zwischenzeitlich weltweit an dritter Stellen der Exportwachstumsraten. In den letzten 12 Jahren wuchs der Export im Maschinenbausektor um das Siebenfache.

Ca.  60% des türkischen Exports geht nach Europa und in die USA.

Die türkische Maschinenbauindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2023 ihren Anteil am gesamten Export der Türkei zu verdoppeln.

Außenhandel im Bereich des türkischen Maschinenbaus (Billion $):

Quelle: TurkStat-Turkish Statistical Institute

Die letzten 10 Jahre:

Der Export der Türkischen Maschinenbauindustrie, der im Jahr 2005 bei 5,2 Milliarden Dollar lag, konnte mit einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate von 16% bis zum Jahr 2015 einen Wert von 13,4 Milliarden Dollar erreichen. Die Exportwachstumsrate des Maschinenbausektors liegt damit höher als die des gesamten Exports der Türkei (8%).

Der Import im Maschinenbau erreichte nach einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate von 10, % den Wert von 26,4 Milliarden Dollar im Jahr 2015.

Anteil der türkischen Maschinenbauindustrie am gesamten Export und Import der Türkei

Quelle: TurkStat-Turkish Statistical Institute

Im Jahr 2015 lag der Anteil der Maschinenbauindustrie am gesamten Export der Türkei bei 9,3% lag und der Anteil des Imports erhöhte sich auf 12,8 %.

 

 

Hauptproduktgruppen und ihr Anteil am Export des Maschinenbausektors der Türkei (2015)

Quelle: TurkStat-Turkish Statistical Institute

Hauptproduktgruppen und ihr Anteil am Import des Maschinenbausektors der Türkei (2015)

Quelle: TurkStat-Turkish Statistical Institute

Die wichtigsten Exportländer des türkischen Maschinenbausektors (2015)

Quelle: TurkStat-Turkish Statistical Institute

Die 5 bedeutendsten Exportländer der türkischen Maschinenbauindustrie waren im Jahr 2015 Deutschland, USA, China, UK und Frankreich.

Die Türkei legt im Maschinenbausektor weiterhin großen Wert auf die Förderung der Aktivitäten im Bereich F&E. Der Anteil der F&E-Ausgaben am Bruttosozialprodukt befand sich seit Jahren und befindet sich weiterhin im Anstieg. In den letzten 10 Jahren hat sich der Anteil der Ausgaben für F&E am Bruttosozialprodukt verdoppelt und erreichte in 2014 erstmals einen Wert von über 1 %.

 

Weitergehende Informationen über die Förderung von F&E-Projekten enthalten die folgenden Internetseiten:

  1. www.sanayi.gov.tr Ministery of Science, Industry and Technology

  2. www.tubitak.gov.tr The Scientific and Technological Research Council of Turkey

  3. www.invest.gov.tr Invest in Turkey, investors’ guide

 

Die Türkei liegt weltweit an 24. Stelle als Empfänger von Direktinvestitionen

Die Türkei insgesamt erreichte in den letzten 10 Jahren Platz 24 im Ranking des Empfangs ausländischer Direktinvestitionen. Die türkische Maschinenbauindustrie hat in diesem Zeitraum allein über 771 Millionen USD an Direktinvestitionen angezogen.

 

DEUTSCH TÜRKISCHE

ZUSAMMENARBEIT

DEUTSCH TÜRKISCHE ZUSAMMENARBEIT - CHANCEN UND POTENZIALE

Die Maschinenbau- sowie die Automobilindustrie bilden den Motor der türkischen Wirtschaft. Beide Industriezweige konnten in den letzten Jahren sowohl im Bereich der Produktion, Export, Investitionen, Beschäftigung als auch im Bereich der Forschung und Entwicklung ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen.

Auch wenn der Aufwärtstrend der türkischen Wirtschaft insgesamt seit einiger Zeit mit diversen Barrieren zu kämpfen hat, so zeigt der Maschinenbausektor mit engagierten und dynamischen Unternehmen diesem Trend die Stirn und stellt sich den Herausforderungen der Zukunft.

Besondere Bedeutung sieht der Maschinenbausektor hier insbesondere in den folgenden Zielen:

•    Steigerung der Exporte, Diversifizierung der Produktgruppen in den Unterbranchen,     Weltmarktführer in ausgewählten Produktgruppen

•    Erhöhung der Wertschöpfung bei Produktion und Export

•    Höhere Investitionen in Technologien und neuen Partnerschaften

•    Weiterentwicklung der Produkte und Leistungen im oberen-mittleren sowie  Hochtechnologiesegment

•    Hochqualifiziertes Personal

 

Auch der Automobilsektor sieht in diesen Bereichen Aufgaben für die Zukunft. Von besonderer Bedeutung ist hier das Thema Automatisierung und Investitionen in F+E. Auch wenn die türkischen Autobauer bereits mehr in F&E investieren, als die anderen Industriesektoren, so wird dennoch die Notwendigkeit gesehen, die Investitionen in diesen Bereich künftig weiter auszuweiten, beim Thema fortschreitender Digitalisierung weiter aktuell zu bleiben.

An diesen Zielen arbeiten sowohl die einzelnen Unternehmen als auch Wirtschaftsverbände und -Organisationen.

Eine besondere Bedeutung messen die Wirtschaftsakteure den bereits seit vielen Jahren ausgebauten, intensiven und bewährten Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei bei. Der deutsche Maschinenbausektor wird in der Türkei als wichtiger Motor für Technologie, Fortschritt, Innovation und Qualität gesehen. Für viele türkische Unternehmen ist es daher von großer Bedeutung, eng mit dem deutschen Sektor zusammenzuarbeiten, um mit den eigenen Vorteilen von Flexibilität, Innovations- und Leistungsbereitschaft, geostrategischen Vorteilen das Erfordernis von technologischer Weiterentwicklungen zu erfüllen und von und mit deutschen Unternehmen zu lernen und zu entwickeln.

Für deutsche Unternehmen bieten der türkische Maschinenbau- sowie der Automobilsektor als Beschaffungsmarkt aber auch als internationaler Standort und somit für internationale Investitionen ein weitreichendes Potenzial.  

 

Besonders bei den folgenden Technologien und Materialgruppen sind türkische Lieferanten international wettbewerbsfähig: Guss-, Schmiede-, Blech-, Fräs-, Drehteile; Zahnräder, Federn, Beläge und Abdichtungen, Spezialverbindungselemente, Kunststoffspritzguss sowie bei der Herstellung von Sondermaschinen.

 

Immer mehr türkische Industriebetriebe verfolgen Pläne für den Übergang in eine digitalisierte Produktion. Damit sollen die Produktivität erhöht und die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Für deutsche Unternehmen dürften sich auch hier zahlreiche  Kooperationsmöglichkeiten eröffnen, seitens der türkischen Unternehmen ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit hoch. Auch verschiedene Wirtschafts-verbände und Bildungseinrichtungen widmen sich der Thematik und arbeiten mit bereits in der Türkei vertretenen deutschen Firmen wie Siemens, Bosch, Bosch-Rexroth und Festo eng zusammen.

Auch die Politik ist sich der Bedeutung des Maschinenbau- sowie des Automobilsektors für die türkische Wirtschaft bewusst und setzt zur Sicherung der bisherigen Erfolge sowie zum Ausbau der Potenziale auf gezielte Förderung insbesondere von F&E-Projekten und Forschungszentrenten sowie der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowohl nationaler als auch internationaler Herkunft.

 

Folgende Vorteile der türkischen Wirtschaft können zusammenfassend hervorgehoben werden:

 

•    Niedrigere Lohnkosten bei sehr guter Qualifizierung

•    Flexible und junge Personalstruktur

•    Innovations- und Leistungsbereitschaft

•    Kulturelles Verständnis aufgrund langjährig gewachsener deutsch-türkischer Beziehungen

•    Geographische Lage als Tor nach Asien und Afrika

 

 

Wir unterstützen und beraten deutsche Unternehmen bei der Orientierung auf dem

türkischen Markt.

 

•    Türkei als Absatzmarkt für deutsche Unternehmen

•    Türkei als Produktionsstandort

•    Türkei als Beschaffungsmarkt

•    Deutsch-Türkische Kooperationen